Airline-Sicherheit

Sicherheitsbilanz von Korean Air

Seit 1999 hatte kein Korean-Air-Flug einen tödlichen Unfall für jemanden an Bord – seit mehr als 25 Jahren –, und ihre Passagierflüge seit 1997 nicht mehr. Bei Airlines wie Korean Air liegt die Wahrscheinlichkeit, in einen tödlichen Unfall verwickelt zu werden, bei etwa 1 zu 80 Millionen pro Flug.

Seit 1999 kein tödlicher Unfall für jemanden an Bord

1 zu 80 MillionenWahrscheinlichkeit eines tödlichen Unfalls, pro Flug
219.000 Jahrejeden Tag fliegen, im Schnitt, bis zu einem tödlichen Unfall
Für Airlines aus den beiden sichersten Ländergruppen, 2018–2022 (MIT-Studie).
am Flugtag

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die Bilanz

Seit 1999 kein tödlicher Unfall für jemanden an Bord

Die Bilanz von Korean Air in den 1990er-Jahren war schlecht, und sie wird auf dieser Seite vollständig dargestellt. Der schwerste Unfall auf einem eigenen Flug war Flug 801 im August 1997, eine 747, die nachts bei Regen im Anflug auf Guam gegen eine Anhöhe flog; 228 der 254 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die US-Ermittler stellten fest, dass der Kapitän den Anflug nicht ordnungsgemäß gebrieft und geflogen hatte und die beiden anderen Piloten ihn nicht gegenkontrollierten; als Mitursachen nannten sie seine Übermüdung und die unzureichende Crew-Ausbildung bei Korean Air.

Zuvor setzte 1980 eine 747 in Seoul-Gimpo vor der Landebahn auf (Flug 015), und 1989 stürzte eine DC-10 in Tripolis bei Nebel vor der Landebahn ab (Flug 803). 1999 stürzten zwei ihrer Frachtflüge nach dem Start ab: im April eine MD-11 in Shanghai, wo auch fünf Menschen am Boden ums Leben kamen, und im Dezember ein 747-Frachter nahe London Stansted. Alle an Bord beider Flugzeuge – ausschließlich Crewmitglieder – kamen ums Leben.

Wichtiger ist, was sich danach änderte. 1999 setzten Delta und Air France ihre Codeshare-Partnerschaften mit Korean Air aus Sicherheitsgründen aus. Korean Air holte mit David Greenberg einen ehemaligen Delta-Vizepräsidenten, der Flugbetrieb und Sicherheit leitete, baute mit Hilfe von Delta ihre Pilotenausbildung neu auf und bestand ein gemeinsames Audit der beiden Airlines; 2002 wurden die Codeshares wieder aufgenommen. 2001 stufte die US-Luftfahrtbehörde die Sicherheitsaufsicht Südkoreas kurzzeitig herab und gab ihr im Dezember die Bestnote zurück, nachdem die Regierung ihre Luftfahrtvorschriften neu gefasst hatte. Seit Ende 1999 hat niemand an Bord eines Korean-Air-Flugs bei einem Unfall sein Leben verloren.

Im Oktober 2022 schoss Flug 631, ein A330, in Cebu auf den Philippinen beim dritten Landeversuch bei schlechtem Wetter über das Ende der Landebahn hinaus; alle an Bord kamen heraus. Die Ermittler stellten fest, dass nach einem instabilen Anflug ein Fahrwerksrad gegen eine Stufe am Landebahnrand schlug, wodurch das Flugzeug den größten Teil seiner Bremswirkung verlor.

Korean Air war auch Ziel von Angriffen. Sowjetische Kampfflugzeuge beschossen 1978 Flug 902, wobei zwei Passagiere tödlich verletzt wurden, und schossen 1983 Flug 007 mit 269 Menschen an Bord ab; 1987 zerstörte eine von nordkoreanischen Agenten hinterlassene Bombe Flug 858 mit 115 Menschen an Bord über der Andamanensee. Das waren Verbrechen gegen die Airline, keine Unfälle, und sie werden gesondert aufgeführt. Korean Air in ihrer heutigen Form besteht seit 1969, als die Hanjin-Gruppe die staatliche Korean Air Lines kaufte; Asiana Airlines, die sie im Dezember 2024 übernahm, fliegt weiterhin unter eigenem Namen und wird hier nicht gezählt.

seit 1970

Jeder tödliche Unfall auf einer Linie

Ausgefüllte Punkte sind eigene Flüge; hohle Punkte wurden von einem Partner oder einer Tochtergesellschaft unter ihrem Namen geflogen; graue Ringe sind Entführungen und Anschläge. Tödliche Vorfälle, die Ermittler nicht als Unfälle einstufen (etwa bei Personen, die unbefugt das Gelände betreten), werden nicht angezeigt.

197019801990200020102020
Eigene Flüge Entführungen und Anschläge

Jedes dieser Ereignisse wurde untersucht, und die Lehren daraus stecken heute darin, wie jede Airline fliegt. Die vollständige Liste findest du hier, wenn du sie sehen möchtest.

Die vollständige Liste lesen (10)
  1. Dez. 1999 KE8509 (cargo) · Boeing 747-200 freighter · Great Hallingbury, near London StanstedThe captain's attitude indicator was faulty after a poorly fixed instrument fault; he kept rolling left after take-off despite warnings, and the first officer did not intervene. All four on board lost their lives (UK AAIB report 3/2003).
  2. Apr. 1999 KE6316 (cargo) · McDonnell Douglas MD-11 freighter · Shanghai, ChinaShortly after take-off the first officer wrongly confirmed a climb clearance of 1,500 metres as 1,500 feet; the captain pushed the nose down hard and the aircraft could not recover. All three crew lost their lives, and five people on the ground.
  3. Aug. 1997 KE801 · Boeing 747-300 · Nimitz Hill, GuamFlew into high ground at night on approach in rain. The NTSB found the captain did not properly brief and fly the approach and the other pilots did not cross-check him; his fatigue and Korean Air's inadequate crew training contributed. 26 of the 254 on board survived.
  4. Juli 1989 KE803 · McDonnell Douglas DC-10-30 · Short of the runway, Tripoli, LibyaCrashed short of the runway in fog. Libyan investigators found the tired crew continued the approach below the minimum height without the runway in sight; 124 of the 199 on board survived.
  5. Nov. 1980 KE015 · Boeing 747-200 · Seoul Gimpo AirportTouched down short of the runway in fog, hit an embankment and caught fire. Most of the 226 on board got out; 14 lost their lives, and one person on the ground.
  6. Aug. 1976 Cargo flight (Tehran–Seoul) · Boeing 707 freighter · Near Tehran Mehrabad, IranAfter take-off the aircraft turned the wrong way off the published departure route and flew into high ground; all five crew lost their lives.

Entführungen und Anschläge – Verbrechen gegen die Airline, keine Unfälle

  1. Nov. 1987 KE858 · Boeing 707 · Andaman Sea, off MyanmarDestroyed by a bomb left on board by North Korean agents, who had got off at Abu Dhabi; all 115 on board lost their lives.
  2. Sept. 1983 KE007 · Boeing 747-200 · Sea of Okhotsk, off SakhalinStrayed off course into Soviet airspace on the Anchorage–Seoul leg and was shot down by a Soviet fighter; all 269 on board lost their lives.
  3. Apr. 1978 KE902 · Boeing 707 · Frozen lake near Kem, Soviet UnionStrayed into Soviet airspace on the Paris–Anchorage leg and was fired on by a Soviet fighter; two passengers were fatally injured in the decompression. The crew landed on a frozen lake.
  4. Jan. 1971 Hijacking (Gangneung–Seoul) · Fokker F27 · Beach near Sokcho, South KoreaA hijacker demanding to be flown to North Korea set off a grenade in the cockpit as the co-pilot tried to stop him; both were fatally injured. The captain crash-landed on a beach and the other people on board survived.
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auf einen Blick

Korean Air in Zahlen

Gegründet
1969
Land
South Korea
Allianz
SkyTeam
Wichtigste Drehkreuze
Seoul Incheon · Seoul Gimpo
Passagiere pro Jahr
23 M 2024
Flotte
169 Stand: Jan. 2026
IATA-Sicherheitsaudit (IOSA)
Registriert

Fragen zur Sicherheit von Korean Air

Wie sicher ist Korean Air?

Seit 1999 hatte kein Korean-Air-Flug einen tödlichen Unfall für jemanden an Bord – seit mehr als 25 Jahren –, und ihre Passagierflüge seit 1997 nicht mehr. Bei Airlines wie Korean Air liegt die Wahrscheinlichkeit, in einen tödlichen Unfall verwickelt zu werden, bei etwa 1 zu 80 Millionen pro Flug. Jede Angabe auf dieser Seite ist belegt – die Liste der Quellen steht ganz unten.

Welche Sicherheitsbewertung hat Korean Air?

Es gibt keine einheitliche offizielle Sicherheitsbewertung für Airlines; die Punktzahlen mancher Websites beruhen auf eigenen Formeln. Überprüfen lässt sich die Bilanz: seit 1999 kein tödlicher Unfall für jemanden an Bord eines Korean-Air-Flugs, und die Ereignisse davor sind auf dieser Seite aufgeführt. Korean Air ist Mitglied der IATA, des Branchenverbands der Airlines, die von ihren Mitgliedern verlangt, das operative Sicherheitsaudit der IATA (IOSA) zu bestehen.

Ist Korean Air sicherer geworden?

Ja, und es ist eine der am besten dokumentierten Kehrtwenden der Luftfahrt. Nach ihren Unfällen Ende der 1990er-Jahre setzten Delta und Air France 1999 ihre Partnerschaften mit Korean Air aus. Die Airline holte einen ehemaligen Delta-Manager, der Flugbetrieb und Sicherheit leitete, baute ihre Pilotenausbildung neu auf und bestand ein gemeinsames Audit der beiden Airlines, die ihre Codeshares 2002 wieder aufnahmen. Seit 1999 hat niemand an Bord eines Korean-Air-Flugs bei einem Unfall sein Leben verloren.

Quellen

Woher diese Fakten stammen

Jede Angabe auf dieser Seite stammt aus offiziellen Unfallberichten, den eigenen Zahlen der Airline oder der veröffentlichten Unfallstatistik.

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